Kein Vergeben – Kein Vergessen!

Kein Vergeben - Kein Vergessen!
Der 9. November 1938 mit seinen Pogromen ist ein Symbol für faschistischen und antisemitischen Terror, der von der großen Mehrheit der Deutschen aktiv unterstützt oder zumindest toleriert wurde. Er ist der Beginn von Deportation, Zwangsarbeit und industriellem Massenmord an Millionen Menschen jüdischen Glaubens und der Verfolgung aller, die sich dem entgegenstellten.

Unter dem Motto „Kein Vergeben – Kein Vergessen!“ wollen wir auch zum 71. Jahrestag am 9. November den Opfern des Nationalsozialismus gedenken.

Außerdem wollen wir ein deutliches Zeichen gegen Alle setzen, die sich heute positiv auf den Nationalsozialismus beziehen, die die Shoah relativieren oder leugnen, auf Ausgrenzung bauen, und Allen, die antisemitische, rassistische und fascistische Hetze verbreiten oder sie verharmlosen.

Nie wieder Faschismus – Nie wieder Krieg!

Kommt zur antifaschistischen Gedenkdemonstration
am Montag, den 9. November 2009 um 19.00 Uhr
in der Bahnhofstraße in Leverkusen-Opladen

Neonazikundgebung am 01. September vor dem EL-DE-Haus

Anlässlich des 70. Jahrestages des Überfalls der Wehrmacht auf Polen 1939, welcher den 2. Weltkrieg einleitete, wird am Dienstag, den 1. September, ein Denkmal für die Deserteure dieses Krieges von der Stadt Köln eingeweiht.
Gegen dieses Denkmal planen die Neonazis der freien Kräfte Köln, darunter auch Axel Reitz und Paul Breuer, eine Kundgebung am gleichen Tag vor dem EL-DE-Haus, einem ehemaligen Gestapo-Gefängnis.

Der Treffpunkt für die Gegenaktivitäten ist um 18.30 Uhr am Appellhofplatz in der Kölner Innenstadt.

14. / 15. August: Pro Köln plant Wahlkampf-Tournee

Am Wochenende des 14./15. August, plant die extrem rechte
„Bürgerbewegung“ Pro Köln eine Reihe von Kundgebungen im Rahmen ihres
Wahlkampfes für die Kommunalwahl am 30. August.
Als ganz besonderes Highlight ist die Kundgebung auf dem Roncalliplatz
am Freitag um 18 Uhr. Nach drei gescheiterten Versuchen sich diesen
Platz für sich zu beanspruchen , ist es Pro Köln gelungen um dort ihre
Rassistische Propaganda zu verbreiten.
Am Samstag will Pro Köln ihre Wahlkampf Tour um 10 Uhr auf dem
Liverpooler Platz in Chorweiler beginnen, danach ziehen sie
weiter auf dem Wiener Platz in Mühlheim und beenden ihre Tour um 16 Uhr
an der Ecke Venlorer Straße / Innere Kanalstraße,

wir rufen alle dazu auf sich an Gegenaktivitäten zu beteiligen.

Kein Fußbreit den Rassisten!

Aufruf zur antifaschistischen Demonstration in Erftstadt; 22. August, 14 Uhr

Keine Homezone für Nazis!
Aufruf zur antifaschistischen Demonstration in Erftstadt

Seit etwa einem Jahr macht sich das Auftreten von Neonazis in Erftstadt massiv bemerkbar. Nachdem sogenannte „Autonome Nationalisten“ im Rhein-Erft-Kreis, wie zum Beispiel in Pulheim und Brühl, für Schlagzeilen sorgten, etabliert sich nun auch in Erftstadt eine wachsende Neonaziszene. Dieser möchten wir mit unserer Demonstration entschlossen entgegentreten und ein öffentliches Bewusstsein für die Problematik schaffen!

What’s going on?
Zunächst waren es Aufkleber mit neonazistischem Inhalt, sowie rassistische und antisemitische Schmierereien, die vor etwa einem Jahr im Stadtgebiet von Erftstadt auftauchten. Anfang 2009 gründete sich dann, als Ableger der „Kameradschaft Köln“, die sogenannte „Gruppe Erft“, deren Mitglieder überwiegend in Erftstadt wohnhaft sind. Dies stellt einen ersten Organisationsversuch der Erftstädter Nazis dar. Als Gruppe erkennbar traten sie erstmals im März 2009 auf einer Demonstration in Heinsberg-Randerath in Erscheinung und sind seitdem fester Bestandteil von Neonazidemonstrationen und Veranstaltungen im Umland. Für ihre vermeintlichen Feindbilder stellen sie mittlerweile eine ernsthafte Gefahr dar, was sie bereits mehrfach unter Beweis stellten.
Führende Köpfe der „Gruppe Erft“ sind Patric Zura aus Kerpen, sowie die beiden Erftstädter Marco Schneider und Sascha Wildenburg. Die beiden Letztgenannten kandidieren ebenso für die NPD im Rhein-Erft-Kreis. Dieser Kreisverband wurde Anfang 2008 unter Leitung von Ingo Haller, dem Vorsitzenden der NPD Düren, gegründet. Selbst der Parteichef der NPD, Udo Voigt, besuchte den Rhein-Erft-Kreis im März 2008 anlässlich einer Saalveranstaltung in Erftstadt-Friesheim, bei der er als Gastredner fungierte.
Zudem ist zu beobachten, dass die Erftstädter Neonazis in regem Kontakt zu den „Freien Kräften Köln“ stehen, welche ehemals als „Kameradschaft Köln“ aufgetreten sind. So sind die beiden vorbestraften Führungskader der Kölner Naziszene, Paul Breuer und Axel Reitz, hauptverantwortlich für den personellen, sowie den ideologischen Auf- und Ausbau der neonazistischen Strukturen im Kölner Umland.
Während die Aktivitäten der Erftstädter Neonazis stetig zunehmen, wird das Nazi-Problem in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen.

What about the social context?
Neonazis stellen -unabhängig von Tracht und Aktionsform- eine ständige und enorme Gefahr für Menschen dar, welche sie als „Nichtdeutsche“ oder „Volksfeinde“ erkannt haben wollen. In Regionen und Städten, in denen Neonazis starke Strukturen besitzen, haben Migrant_innen, Juden und Jüdinnen, Homosexuelle, und Linke unter dem Terror neonazistischer Banden stets um ihr körperliches Wohlergehen zu fürchten.
Neonazis sind jedoch nicht als bloße Randerscheinungen zu betrachten, sondern als Teil dieser Gesellschaft. Denn rassistische und antisemitische Ressentiments und Denkmuster finden sich auch in der Mitte der deutschen Bevölkerung wieder. Neonazis greifen in ihrer Agitation bereits vorhandene gesellschaftliche Ausgrenzungsmechanismen auf und radikalisieren diese. Als Antifaschist_innen möchten wir deshalb mit unserer Kritik nicht nur bei Neonazis ansetzten, sondern auch bei den Verhältnissen, die Ideologien wie Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus erst ermöglichen und immer wieder aufs Neue reproduzieren.

What can we do?
Auch, wenn Erftstadt selbstverständlich nicht mit der Situation in Städten wie der Neonazihochburg Dortmund, Aachen oder der Situation in Ostdeutschland gleichgesetzt werden kann, halten wir es für notwendig, dem Aufbau und Erstarken von Nazistrukturen so früh wie möglich entgegenzuwirken.
Vor allem in Kleinstädten oder dörflichen Gegenden werden offensichtliche Probleme mit Neonazis oft verschwiegen oder kleingeredet, so auch in Erftstadt. Um den Nazis Contra zu geben und dem Schweigen ein entschiedenes und lautes Ende zu setzen, rufen wir zur antifaschistischen Demonstration in Erftstadt auf!

Keine Homezone für Nazis!
Weder in Erftstadt – noch sonstwo!
22. August // 14.00 Uhr // Bahnhof Erftstadt

Dem Naziaufmarsch am 05.09.09 in Dortmund entgegentreten!

Dem Naziaufmarsch am 05.09.09 in Dortmund entgegentreten!

Für den 5. September 2009 mobilisieren die Dortmunder Neonazis europaweit zum so genannten „nationalen Antikriegstag“. Dieser hat sich in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Aufmärsche der sich selbst als „Autonome Nationalisten“ bezeichnenden Nazis entwickelt. Sie nehmen international eine Vorreiterrolle für die aktionsorientierte extreme Rechte ein, so dass der Ausgang des Aufmarsches Relevanz für die kommende Entwicklung der Szene in Deutschland und in Europa haben wird. Dementsprechend hat dieser Aufmarsch mit „Event-Charakter“ eine ganz besondere Brisanz, die nicht nur den Dortmunder Nazistrukturen Aufwind verleihen soll.

Zu diesen jährlich stattfindenden „Aufmärschen“ mobilisierten die Dortmunder Neonazis zum ersten „nationalen Antikriegstag“ 2005 ca. 200 KameradInnen, 2008 kamen bereits ca. 1100 nach Dortmund. Dabei nahm auch das Gewaltpotential auf den Demonstrationen massiv zu. Doch nicht nur im Rahmen der jährlichen Demonstrationen nimmt die Gewalt durch Neonazis zu. Nach dem traurigen Höhepunkt der Ermordung des Punks Thomas „Schmuddel“ Schulz sind immer wieder, und das in zunehmendem Maße, Menschen und Einrichtungen, die nicht in die Ideologie der Neonazis passen, angegriffen worden. Am 1. Mai 2009 sorgte der Angriff der Neonazis auf den Demonstrationszug des DGB für bundesweite Aufmerksamkeit.

Bisher stellten Dortmunder Behörden und Polizei diesem eskalierenden Problem nichts entgegen. Im Gegenteil, sie scheinen hartnäckig darum bemüht zu sein, die Gefahr, die von Neonazis ausgeht, zu relativieren. Es scheint Konzept in dieser Stadt zu sein, die gezielten Überfälle rechter Schlägertrupps zu einem wechselseitigen Rechts-Links-Konflikt zu verklären, um damit zum einen zu verschleiern von wem hier die Gewalt ausgeht und zum anderen den Eindruck zu erwecken, dass die Gesamtgesellschaft sich kaum betroffen bzw. bedroht fühlen muss. In den letzten Jahren entschied die Dortmunder Polizei immer wieder, antifaschistischen Protest zu unterbinden, während sie den Neonazis angenehme Aufmarschbedingungen schuf.

Dabei gerät auch aus dem Blick, dass mit dem Gedenktag „Antikriegstag“ am 1. September eigentlich an den Überfall Deutschlands auf Polen erinnert wird. Mit diesem Überfall wurde der 1. September 1939 zum Beginn des deutschen Vernichtungskrieges. Der Gedenktag „Antikriegstag“ ging dann aus einer Gewerkschaftsinitiative 1957 hervor, die gerade mit Blick auf die Wiederbewaffnung Deutschlands unter dem Motto „Nie wieder Krieg und nie wieder Faschismus!“ zu Aktionen aufrief.

Es gilt nicht nur, sich den Neonazis in den Weg zu stellen, sondern auch die Ursachen des vorherrschenden Problems zu erkennen und dieses entschieden zu bekämpfen – und das nicht nur am Antikriegstag, sondern immer und stets!

Deshalb rufen wir dazu auf, sich am 4. und 5. September an den verschiedensten antifaschistischen Aktionen zu beteiligen.

04.09.2009: Vorabenddemo 18.00 Uhr, Hauptbahnhof

05.09.2009: Antifaschistische Demo 11.00 Uhr, Hauptbahnhof

--------

Infoveranstaltung in Köln:

Wo: Bürgerzentrum Alte Feuerwache, Melchiorstrasse 3. 50670 Köln

Wann: 25.08.09/ 20:00 Uhr

SOLIPICKNICK am Polizeipräsidium Köln, Kalk

Am Dienstag, den 07.07. haben mehrere unserer GenossInnen zu einer Anhörung wegen §125 Landfriedensbruch im Kölner Polizeipräsidium zu erscheinen.

Um unsere Solidarität mit ihnen zu zeigen und den Tag für sie noch angenehmer zu gestalten, treffen wir uns gegen 16 Uhr am Polizeipräsidium Köln / Kalk und veranstalten dort ganz in der Nähe ein Soli-Picknick, um unseren GenossInnen nach ihrer Anhörung direkt etwas leckeres anbieten zu können.
Nach den Anhörungen werden wir uns, voraussichtlich zwischen 18.30 und 19 Uhr, aufmachen, um den Tag noch gemeinsam in einem Kölner Lokal ausklingen zu lassen.

Wenn ihr euch am Soli-Picknick beteiligen wollt, dann erscheint am Dienstag, 07.07., gegen 16 Uhr (oder auch später) am Kölner Polizeipräsidium in Kalk. Bringt am besten Decken zum draufsitzen, Getränke und / oder Speisen und gerne noch weitere Leute mit.

Selbstverständnis

Die Antifaschistische Aktion Bergisch Gladbach ist ein undogmatischer
Zusammenschluss von jungen Menschen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben
menschenverachtende Bewegungen in Bergisch Gladbach und Umgebung zu
bekämpfen.

Eine zentrale Rolle nimmt dabei die praktische Arbeit gegen Nazis und
andere menschenverachtende Personen und Organisationen ein.
Unser Ziel ist es faschistisches Gedankengut aktiv zu bekämpfen und ihm jeglichen Raum zur Manifestierung zu nehmen. Dies bedeutet für uns Naziaufmärsche, Infostände und Flugblattaktionen zur Not mit allen Mitteln zu be- oder verhindern.

Leider sind rassistische oder anderweitig reaktionäre Ideologien nicht nur in faschistischen Kreisen anzutreffen. Fremdenfeindlichkeit und
Antisemitismus finden innerhalb der Bevölkerung eine breite Basis. Der
Kampf muss deshalb auch dem rassistischen Gedankengut innerhalb der
bürgerlichen Mitte gelten. Der rassistische Charakter mancher bürgerlicher
Parteien und ihrer Politik muss demaskiert und kritisiert werden.
Dabei dürfen und werden wir auch vor traditionell eher linken
Parteien und Organisationen keinen halt machen.

Wir betrachten alle Menschen von Natur aus als
gleichwertig und gleichberechtigt. Deshalb wehren wir uns auch gegen die
Unterdrückung von Frauen, Menschen mit Behinderung und Homosexuellen.
Unsere Kritik richtet sich gegen die geschlechtsspezifische Diskriminierung von Frauen und Männern, der Herabwürdigung der Frau zum Lustobjekt, aber auch gegen die verschärfte Ausbeutung am Arbeitsplatz, und der Doppelausbeutung durch Arbeit und Haushalt der sich Frauen gegenübersehen.

Wir sehen den Nationalismus als eine Ideologie, die für die Spaltung der Menschheit
und eine künstliche Ungleichheit sorgt. Der Nationalismus ist eine
reaktionäre Ideologie die in der gegenwärtigen Zeit stets für die
Aufrechterhaltung von Herrschaftsverhältnissen sorgen wird. Doch
Nationen sind lediglich Konstrukte und müssen deshalb ebenso bekämpft
werden wie das konstruierte Überlegenheitsgehabe einzelner Nationen,
Völker, Einzelpersonen und Leuten die sich auf die Rassenlüge beziehen.
Wir kämpfen für eine Gesellschaft in der Menschen
als das begriffen werden was sie sind:
Als Menschen

Wir kämpfen deshalb für:
- eine Gesellschaft in der Rassismus und Faschismus der
Vergangenheit angehören, in der jeder Mensch unabhängig von seiner Herkunft, Meinung, sexuellen Ausrichtung und Geschlecht in Frieden leben kann.
- eine Gesellschaft ohne Grenzen in der Konstrukte wie Nation,Volk
oder Rasse der Vergangenheit angehören.
- Neue Freiräume und Privilegien innerhalb des kapitalistischen Systems
und die Erhaltung bereits erkämpfter.

Antifaschistische Aktion
Bergisch Gladbach






Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: